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Elektro vs. Verbrenner auf dem Wasser – lohnen sich elektrische Bootsmotoren?

Was sind die Vor- und Nachteile von E-Motoren und Verbrennern für Sie?

Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von elektrischen Bootsmotoren im Vergleich zu Verbrennungsmotoren. Was sind die Vorteile vom Elektromotor am Boot? Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen! Schreiben Sie uns gern Ihre Fragen und Anregungen zum Artikel.

Gemeinsamkeiten Elektro und Verbrenner

Geschwindigkeit von E-Motoren und Verbrennungsmotoren

Kann ich mit einem Elektromotor genauso schnell fahren wie mit meinem Verbrenner oder bin ich langsamer unterwegs?

Keine Sorge! Ein Elektromotor sorgt genauso exzellent für den Vorschub Ihres Bootes. Bei der maximalen Geschwindigkeit sind die beiden Motortypen also gleichauf.

Wovon hängt die Geschwindigkeit des Bootes ab?

Wir dachten am Anfang, dass nur der Motor ausschlaggebend für die Geschwindigkeit ist. Die Geschwindigkeit ist jedoch eher abhängig von Ihrem Boot als vom Motor. In unserem Artikel Alles rund um Ihr Boot? erzählen wir Ihnen mehr über die ökonomische Geschwindigkeit und welche Werte zur Berechnung der Geschwindigkeit nötig sind.

Energieverbrauch von E-Motor und Verbrenner am Boot?

Auch dieser Zusammenhang ist konstant! Wichtig: Je schneller Sie fahren, desto mehr Energie verbrauchen Sie. Egal ob mit Strom, Benzin oder Diesel. Und zwar exponentiell in der dritten Potenz! Was bedeutet das? Wenn Sie die Geschwindigkeit verdoppeln wollen, benötigen Sie acht(!) Mal so viel Energie wie zuvor.

Deshalb empfehlen wir unabhängig vom Motor mit einer sanfteren Geschwindigkeit unterwegs zu sein. Wobei Sie natürlich auch mal richtig aufdrehen können! Sie sollten jedoch immer genug Batteriekapazität oder zusätzlichen Treibstoff an Bord haben, um nicht auf dem Trockenen zu bleiben!

Entscheidend ist also nicht der Energieverbrauch, sondern vielmehr die Art des Speichers an Bord und hier gibt es Unterschiede. Mehr über die Unterschiede über die Reichweite finden Sie weiter unten im Artikel.

Funktionsweise von E-Motor und Verbrenner

Technisch sind E-Motor und Verbrenner natürlich grundverschieden. Mehr darüber können Sie in unserem Artikel über die Funktionsweise von Bootsmotoren nachlesen. Hier geht es vielmehr um den Zweck den beide Motoren verfolgen.

Der Propeller wandelt die Leistung des Motors in Schub um und schiebt das Boot in die gewünschte Richtung. Verbrennungs- und Elektromotoren haben einen gemeinsamen Einsatzweck und sorgen auf dem Bootsausflug für maximalen Fahrspaß. Die Konstruktion und die Art, wie die Antriebswelle zur Rotation gebracht wird, funktioniert unterschiedlich.

Installation der Bootsmotoren

Die Installation des Motors an ihrem Boot sieht in jedem Fall gleich aus. Ein Elektro Außenborder wird genau wie ein Benzin-Außenborder montiert. Gleiches gilt natürlich für die anderen Motortypen, egal ob Flanschmotor, Innenborder oder Saildrive. Schauen Sie bei gezielten Fragestellungen zur Installation in unseren Artikel über die verschiedenen Elektromotoren.

Unterschiede von Elektro- und Verbrennungsmotoren

Lohnt sich ein elektrischer Bootsmotor für mein Boot?

Worin liegen denn jetzt die Vor- und Nachteile? Die wichtigste Frage für Bootsbesitzer: Was ist für mich und mein Boot besser? Um Ihnen den Vergleich einfacher zu machen, zeigen wir Ihnen die Vor- und Nachteile aus Sicht des Elektromotors.

Die Vorteile eines Elektromotors bei Booten

Die Vorteile des Elektromotors gegenüber von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sind vielfältig. Aus unserer Sicht hat der Elektromotor viele Vorteile, ist jedoch nicht immer zu 100% geeignet. Es gibt auch einige Herausforderungen, die Elektromotoren mit sich bringen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diese vermeintlichen Nachteile mit unserer Hilfe ganz einfach eliminieren können.

  • E-Motoren sind deutlich leiser oder ganz lautlos
  • Abgasfrei kein unangenehmer Geruch
  • Laufende Kosten deutlich günstiger!
  • Umweltfreundlich und ökologisch nachhaltig
  • Zukunftssicher: Keine Angst vor Fahrverboten auf dem Wasser
  • Wartungsfrei: weniger Aufwand
  • Höhere Sicherheit an Bord
  • Wirkungsgrad und Beschleunigung sind höher
  • Handling und Bedienung sind einfacher
  • Hohe Flexibilität: Strom an Bord und im Hafen

1. Lautstärke eines Elektromotors

Ein Elektromotor ist deutlich leiser als ein Verbrennungsmotor! Je nach Art und Aufbau ist die Lautstärke des Motors verschieden. E-Motoren ohne Getriebe besitzen eine Lautstärke von nur 30-60 Dezibel und damit praktisch lautlos. Elektro Bootsmotoren mit Getriebe sind hingegen etwas lauter, um die 70 dB.

In jedem Fall sind die elektrischen Antriebe deutlich leiser. Der Lärm eines Verbrennungsmotors erinnert an die Hauptstraßen in einer Großstadt. Für uns war genau das der Anlass über einen Elektromotor für unser Boots nachzudenken. Wir denken bei einem Bootsausflug nämlich hauptsächlich an Natur und Erholung.

Unsere Meinung: Es gibt beim Thema Lautstärke gar keine Alternative zu Elektromotoren … bis auf Muskelkraft natürlich, hier tun Sie sogar noch etwas Gutes für Ihre Gesundheit!

Generell spiegelt der Artikel neben Fakten auch unsere Meinung wieder. Wir versuchen so objektiv wie möglich zu sein. Es gibt wie für fast alles eine zweite Meinung. Auf Messen hören wir von Bootsbesitzern ab und zu Aussagen wie:

  • der Motor muss laut sein und stinken
  • bekomme ich noch einen Lautsprecher für den Motorsound dazu?
  • Elektro? Dann muss ich mich ja mit den anderen unterhalten …

2. Abgasfrei und eine saubere Angelegenheit

Ein Elektromotor erzeugt bei der Fahrt keine umweltschädlichen und stinkenden Abgase. Studien haben ergeben, dass aufgrund fehlender Filteranlagen 38-mal mehr Stickoxide in die Atmosphäre gelangen. Außerdem benötigt der Motor kein Öl, welches auslaufen könnte.

Sie fahren mit der Familie auf den See und haben den Geruch einer Tankstelle in der Nase? Für uns persönlich war das einer der wichtigsten Gründe uns mit dem Thema Elektromobilität zu beschäftigen. (Es gibt natürlich auch Ausnahmen, die den Geruch einer Tankstelle gut finden.) Nichtsdestotrotz denken wir dabei an Sie und Ihre Gesundheit.

Auch für Tiere und Umwelt haben fehlende Abgase oder Schmiermittel im Wasser einen großen Einfluss. In Hafenanlagen sehen wir zu oft einen schimmernden Ölfilm auf dem Wasser. Neben den Tieren hat es auch Vorteile für die Wasserqualität in Ihrem Revier. Gerade bei den immer heißer werdenden Sommern ist die Wasserqualität der Seen und Flüsse in Deutschland ein wichtiger Faktor, der durch elektrische Bootsantriebe begünstigt wird.

3. Keine Wartungskosten und günstiger Betrieb!

Ein Elektromotor ist langfristig erheblich günstiger. Ihnen bleiben Wartungskosten erspart und als Energiequelle benötigen Sie lediglich Strom. Je nach Motor können gerade im Bereich geringer Leistung Elektromotoren von vornherein günstiger sein als Verbrenner.

Je größer die Batterie, umso höher die Kosten für das Komplettsystem. Bei der Anschaffung empfehlen wir genau darauf zu achten, wie viel Kapazität Sie durchschnittlich benötigen.

Auf unserer Website haben wir einen kleinen Kostenrechner für Sie entwickelt. Sie können bequem von zu Hause die jährlichen Kosten gegenüberstellen und sehen, ab wann sich ein E-Motor für Ihr Boot lohnt.

Sie müssen lediglich angeben wie oft sie pro Jahr fahren und wie hoch der Verbrauch ihres Bootes ist. Ein weiterer interessanter Punkt: Sie sehen wie viel CO2 der Bootsmotor im Laufe der Zeit ausstößt und wie viel CO2 eingespart werden kann. Hier mal ein kurzes Beispiel:

Amortisation: Wann ist ein E-Motor günstiger?

Die Amortisationszeit kommt auf den Motor und Ihr Fahrverhalten an. Bei der Berechnung stellen Sie die Kosten vom Kauf mit denen vom Betrieb gegenüber: Sie kaufen einen 15 PS Verbrennungsmotor für 4000€ und geben jährlich 800€ für Benzin und 200€ für Wartung aus. Oder Sie kaufen einen 11kw (15 PS) E-Motor mit Batteriesystem für 8000€ und geben nur 200€ für Strom pro Jahr aus.

Ihr Elektroantrieb rentiert sich schon nach 5 Jahren. Nach 10 Jahren haben Sie bereits 4000€ gespart. Fossile Brennstoffe sind eine begrenzte Ressource. Denken Sie der Preis wird in Zukunft steigen? Wir gehen langfristig davon aus, dass sich die Benzinpreise pro Liter aufgrund einer CO2-Steuer oder ähnlichem deutlich erhöhen werden.

Auf der anderen Seite bieten kostengünstige Solarzellen die Möglichkeit Strom zum Nulltarif zu genieren. Dieser Strom kann direkt in Ihrem Batteriesystem gespeichert werden.

4. Umweltfreundlich und ökologisch nachhaltig

Wenn Sie für Ihren E-Motor Ökostrom verwenden, ist der Betrieb sogar klimaneutral. Was bedeutet klimaneutral? Es entstehen keine schädlichen CO2-Abgase oder Stickoxide, die die Luft verschmutzen und Ihre Gesundheit gefährden. Außerdem gelangen Schadstoffe wie Treibstoff, Öl oder andere Schmiermittel nicht ins Wasser. Bei Elektromotoren besteht keine Gefahr die heimischen Gewässer und Tiere zu gefährden.

Um Strom auf dem Wasser selbst zu erzeugen, besteht die Möglichkeit Solarmodule bzw. kleine Windanlagen auf dem Boot zu montieren. Alternativ können Sie auch an der Anlegestelle oder auf Ihrem Bootshaus Anlagen aufbauen und sind auch sicher vor steigenden Strompreisen.

Dies eignet sich insbesondere bei Hausbooten mit einer größeren Dachfläche, aber auch schon bei kleineren Booten. Viele Solarmodule sind zusammenklappbar oder können eingerollt werden und sind somit leicht auf dem Dach oder der Reling des Bootes installiert.

5. Keine Fahrverbote für Elektroboote

In den Nachrichten wird viel über die Abgase bei Autos berichtet und über Fahrverbote nachgedacht. Auf dem Wasser wird dieses Thema auch populärer - in ganz Amsterdam dürfen ab 2025 keine Boote mit Verbrennungsmotor mehr fahren. Bei Bootsmotoren fehlen Filteranlagen zur Reinigung der Ausstöße. Bootsmotoren erzeugen 38-mal mehr gefährliche Stickoxide als Autos.

Natürlich gibt es auch jetzt bereits in Deutschland und Österreich eine Vielzahl an Seen mit Fahrverboten. Wir persönlich sind uns sicher, dass Fahrverbote und höhere Auflagen zukünftig stark zunehmen werden. Mit einem Elektromotor sind Sie hier auf der sicheren Seite. Gerade wenn Sie über den Kauf eines neuen Bootsmotors nachdenken, sollten Sie diesen nicht unwesentlichen Faktor im Blick behalten.

6. Wartungsfrei – nie wieder Stress!

Mitten in der Saison müssen Sie Verschleißteile von ihrem Motor wechseln lassen. Nicht mit einem Elektromotor. Die meisten E-motoren sind wartungsfrei und haben bei hochwertiger Verarbeitung eine extrem lange Lebensdauer. Damit einhergehend bleibt Ihnen viel Stress erspart. Hat der Motor noch Garantie? Wo kann ich den Motor reparieren lassen und wie teuer wird der Spaß?

Vielleicht sind Sie auch technisch deutlich versierter und der Austausch von ein paar Verschleißteilen bereit Ihnen keine Probleme. Dann ist das für Sie nicht so dramatisch. Wir wären damit ehrlich gesagt völlig überfordert! Daher gehen wir mit einem Elektromotor lieber auf Nummer sicher.

7. Höhere Sicherheit an Bord

Sicherheit ist das A und O. Auf der Straße überzeugen E-Autos mit ihrer höheren Sicherheit. Auf dem Wasser ist bei der Batterie auf eine trockene Lagerung zu achten, wobei Spritzwasser kein Problem darstellt. Die meisten Motoren sind absolut spritzwassergeschützt. Einige Batterien sind sogar vollständig schwimmfähig.

Das Risiko von Bränden ist gering, einen speziellen Feuerlöscher an Bord empfehlen wir bei bestimmten Batterien zur Sicherheit trotzdem. Wir arbeiten hauptsächlich mit Lithium-Eisenphosphat-Batterien. Diese sind nicht brennbar und daher absolut sicher.

Das Hantieren mit leicht entzündlichem und explosiven Benzin an Bord entfällt. Aus unserer Sicht ist es deutlich angenehmer ohne einen Benzinkanister an Bord.

8. Besserer Wirkungsgrad und eine höhere Beschleunigung

Bei einem Elektromotor gibt es deutlich höhere Wirkungsgrade: Die Energieumwandlung ist sehr effizient, da keine Leerlaufdrehzahl benötigt wird. Das führt dazu, dass ab der ersten Umdrehung bereits ein sehr hohes Drehmoment besteht, deshalb lässt sich mit Elektromotoren auch eine deutlich höhere Beschleunigung erreichen.

In der Praxis klingt das sicherlich verständlich: je schneller es losgeht, desto besser für Sie. Das gleiche ist bei Elektroautos zu beobachten. Nicht umsonst hat eine Tesla Model S eine so hohe Beschleunigung und lässt an der Ampel alle anderen Autos hinter sich. Und das trotz dem zusätzlichen Gewicht der Batterien!

9. Einfache Bedienung und gutes Handling

Die Bedienung und das Handling sind einfacher als bei einem Verbrennungsmotor. Benziner werden in der Regel mit Choke gestartet, Sie müssen den Motor sozusagen "anreißen". Und das funktioniert oft nicht beim ersten Versuch. Bei einem Elektromotor starten Sie den Motor direkt per Knopfdruck.

Viele Motoren haben eine Drehzahlregelung für die stufenlose Steuerung. Der Vorteil ist, dass der Motor ohne schalten zwischen Vorwärts- und Rückwärtsfahrt wechseln kann. Die Bedienung ist so deutlich intuitiver, nutzerfreundlicher und die Geschwindigkeit lässt sich besser regeln.

Ein weiterer Vorteil von E-Motoren ist, dass Motor und Batterie sehr leicht überwacht werden können. Oftmals bieten Hersteller besondere Funktionen an, die bei Verbrennungsmotoren nicht direkt integriert sind.

Dazu zählt die Berechnung der Restreichweite, Stromverbrauch, GPS, oder ein Autopilot. Natürlich könnten Sie diese Features auf Wunsch auch bei Verbrennungsmotoren separat ergänzen. Bei Elektromotoren sind sie oft schon integriert und Sie müssen nicht mehr Geld als nötig investieren.

10. Hohe Flexibilität: immer und überall Strom

Wenn Sie einen Elektromotor verwenden, haben Sie immer Elektrizität an Bord ist. Andere Stromverbraucher wie Heizungen, Lampen, Kühlboxen und Sonstiges können über den gleichen Stromkreislauf betrieben werden.

Achten Sie hier bereits früh bei der Auslegung Ihrer Batterien auf die benötigte Kapazität. Bei der Routenplanung Ihres Bootsausfluges sollten Sie aufgrund der maximalen Kapazität auch Ladestellen berücksichtigen.

Das Gute bei Elektromotoren: Strom ist fast überall verfügbar! So können Sie die Batterie sowohl am eigenen Steg als auch in Häfen, Anlegestellen oder an Stromtankstellen wieder aufladen und sind daher trotzdem sehr flexibel.

Die Nachteile eines Elektromotors

Sind Boote für einen Elektroantrieb geeignet?

Die Skepsis gegenüber Elektromotoren ist noch hoch. Wir wollen Vorurteile ausräumen und Ihnen die Vorteile aufzeigen. Verbrennungsmotoren haben über Jahrzehnte gut funktioniert. Elektromotoren jedoch sind technisch viel effizienter und der einzig wirkliche Nachteil liegt derzeit in der Energieversorgung. Elektromotoren benötigen Strom und als Spannungsquelle dient dabei auf dem Boot meist eine wieder aufladbare Batterie.

  • Energiedichte und Reichweite
  • Anschaffungskosten elektrischer Bootsmotoren
  • Umweltauswirkungen der Produktion von Batterien
  • Das Gewicht von Bootsbatterien
  • Ladedauer bei elektrischen Bootsmotoren

1. Energiedichte und Reichweite

Benzin hat eine um 100-mal höhere Energiedichte als Lithium-Ionen-Batterien. E-Motoren sind dafür 10-mal effizienter. Effektiv ist die Energiedichte also 10-mal schlechter und wirkt sich daher negativ auf die maximale Reichweite aus.

Daher sind Batteriegewicht und Anschaffungskosten vor allem bei größeren Motoren oder dauerhafter Gleitfahrt ein wichtiger Aspekt. Es lohnt sich daher die Batteriekapazität auf die gewollte Fahrzeit und Kapazität optimal zu bestimmen.

Indem Sie ihre Routen oder Ausflüge gut planen, kann dieser Nachteil sehr leicht umgangen werden. Strom ist meist an jeder Anlegestelle oder jedem Hafen verfügbar. Wenn Sie Ihr Boot am Tag nutzen, kann es über Nacht an der Anlegestelle an das Stromnetz angeschlossen werden und ist spätestens am nächsten Tag wieder voll fahrtüchtig.

Es ist zwar ein Nachteil, weil Sie in Ihrem Boot entweder mehr Platz für Batterien benötigen oder eine geringere Reichweite haben. Zum Glück nimmt ein E-Motor deutlich weniger Platz weg als eine Hauptmaschine mit Verbrennungsmotor. Aus unserer Erfahrung gab es bei den meisten Umstellungen auf einen E-Motor bisher keine Probleme mit der Reichweite.

2. Anschaffungskosten elektrischer Bootsmotoren

Die Anschaffungskosten für die Batterie steigen mit der benötigten Kapazität. Sie machen einen großen Anteil an den Gesamtkosten eines elektrischen Antriebssystems aus. Bei kleinen und mittelgroßen Motoren lohnt sich ein Elektromotor definitiv. Die Kosten sind im Vergleich zum Verbrenner nicht viel höher sind oder gar niedriger.

In den letzten Jahrzehnten gab es mit 5 bis 8 Prozent pro Jahr schon gewaltige Sprünge bei der Energiedichte von Batterien. Es werden viele Milliarden Euro jährlich investiert, um die Entwicklung weiter voran zu treiben. Hauptakteure sind vor allem die großen Automobilhersteller, die bis 2030 mehrheitlich einen Umstieg auf saubere Energien planen.

Davon profitieren vor allem auch Bootsbesitzer und das Konzept von E-Motor und Batterie wird attraktiver. Gerade sinken die Batteriepreise von 1.000€ pro Kilowattstunde auf nur 500€. Diese Entwicklung wird in den nächsten Jahren günstiger und für Sie deutlich rentabler! Neben neuen Batteriearten wird auch viel an der Nutzung von Wasserstoff als Energieträger geforscht. Wasserstoff verspricht eine ähnlich hohe Reichweite und schnelles Tanken wie mit normalem Kraftstoff. Aktuell sin die Kosten für die Brennstoffzelle jedoch noch nicht wettbewerbsfähig. Wir bleiben gespannt und werden ganz vorne mit dabei sein! Und noch wichtiger: Wir halten Sie in unserem Newsletter auf dem aktuellen Stand der Technik!

3. Umweltauswirkungen der Produktion von Batterien

Elektromotoren und Batteriesysteme müssen hergestellt und nach Deutschland transportiert werden. Bei der Herstellung werden ebenfalls Ressourcen verwendet und es fallen CO2-Emissionen an. Auch die Motoren werden meist in Asien produziert werden und anschließend importiert werden.

Wir legen viel Wert darauf auf diesen Fakt aufmerksam und bevorzugen Hersteller mit einer besseren CO2-Bilanz. Wir haben auf unserer Website einen speziellen CO2-Rechner entworfen, mit den Sie detailliert die CO2 Bilanz ausrechnen können und sehen ab wann ein E-Motor besser für die Umwelt ist.

In den Medien wird gerade aufgrund der E-Autos viel über die Herstellung der Batterien berichtet und über die dabei entstehenden Schäden für die Umwelt. Hier folgt in Kürze ein detaillierter Beitrag über die Herstellung und die damit verbundenen Emissionen.

Pro kWh Batterie fallen rund 125 kg CO2 an. Dies entspricht der Emission von rund 60 Litern Benzin. Je nach Größe der Batterie können Sie somit sehr schnell berechnen, nach welchem Verbrauch die Umstellung auf ein batterie-elektrisches Fahrzeug lohnend ist. Meist schon innerhalb des ersten Jahres!

4. Das Gewicht von Bootsbatterien

Größere Batteriesysteme aus Blei sind sehr schwer oder bei Lithium sehr kostspielig. Die Anschaffung von Lithium-Batterien ist nur für Vielfahrer wirklich sinnvoll. Vielfahrer sind Sie ab circa 40 Fahrten pro Jahr, bei der die Batterie vollständig entladen wird. Sie genießen allerdings auch als Gelegenheitsfahrer mit AGM- und Gelbatterien alle Vorteile eines Elektromotors, die sich nicht allein mit Geld aufwiegen lassen.

Als Faustformel gilt, dass AGM-Batterien circa drei Mal schwerer sind. Meist fliegt bei einer Umrüstung der Tank aus dem Boot und sorgt für genug Platz und einen gewissen Rahmen für Zusatzgewicht auf dem Boot. Hier gilt es die Batterie möglichst optimal auszulegen, dann ist etwas mehr Gewicht im Boot auch fast kein nach Nachteil mehr. Gerade bei Segelbooten brauchen sie auch ab und zu etwas mehr Gewicht im Kiel.

5. Ladedauer bei elektrischen Bootsmotoren

Die Ladezeit bis zur vollen Aufladung schwankt je nach Batterie und Ladegerät. Ein Boot kann mit Benzin, Diesel oder Wasserstoff deutlich schneller betankt werden. Dies ist auf dem Papier ein weiterer Nachteil eines elektrischen Bootsantriebes. Jedoch sind Bootsfahrer nur sehr selten lange ohne Zwischenhalt unterwegs.

Die Ladegeschwindigkeit der Batteriesysteme nimmt immer weiter zu und die Flexibilität von E-Mobilität entwickelt sich weiter. Der Supercharger von Tesla macht es vor und lädt eine Autobatterie innerhalb von 30 Minuten bis zu 80%. Die Zahl der Ladesäulen auf dem Wasser steigt ebenfalls weiter an, somit werden zukünftig auch längere Ausflüge ohne Probleme möglich.

Je nach Bedarf finden gemeinsam für Ihr Boot gern eine passende Lademöglichkeit oder einen E-Antrieb mit entsprechender Reichweite. Ein E-Motor ist jedoch nicht für jede Reichweite und jedes Einsatzgebiet wirklich sinnvoll.

Fazit zum Vergleich von Elektro- und Verbrennungsmotoren

Beide Varianten haben ihre individuellen Vorteile. Wenn Sie mit Ihrem Boot lautlos über den See fahren möchten, die Umwelt und Ihre heimischen Gewässer schützen möchten oder den Fortschritt lieben, ist ein Elektromotor genau das Richtige für Sie! Gerade bei kleineren und mittelgroßen Motoren spricht fast alles für Elektromobilität.

Wenn Sie ein Boot besitzen, welches einen großen Motor zur Gleitfahrt benötigt, dann sind Sie möglicherweise mit einem klassischen Verbrennermotor aktuell besser bedient. Hauptsächlich wegen dem Batteriesystem.

Die Argumente für Verbrenner sind vor allem die teils geringeren Anschaffungskosten bei größeren Antriebssystemen und die höhere Reichweite und Fahrzeit bei großen Motoren. In diesem Bereich sind Elektromotoren im absolutem Premiumsegment, denn alles ist machbar. Gerade die Batteriesysteme für Gleitboote sind kostspielig. Nichtsdestotrotz sind auch Elektromotoren ideal für die Gleitfahrt geeignet und besitzen genauso viel Kraft! Gerade für Seen auf denen nur E-Boote zugelassen werden, bleibt gar keine Alternative.

Die Vorzüge eines Elektromotors sind, dass er leise, emissionsfrei, sauber und meist wartungsfrei ist. Zudem sind die Betriebskosten deutlich geringer, wodurch sich für Vielfahrer ein wirtschaftlicher Vorteil bilden kann. Auch bei Anglern, kleinen Boote und Schlauchbooten sind Elektromotoren schon seit vielen Jahren sehr beliebt.

Der Preis mit Batterie ist oftmals sogar geringer oder zumindest gleich hoch wie bei einem Verbrenner. Die unzähligen weiteren Vorteile des Elektromotors überwiegen hier eindeutig. Wir sind gespannt wie sich das Thema E-Mobilität in Deutschland und Europa entwickelt und freuen uns über Feedback und Ihren Erfahrungen mit E-Motoren!

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