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2.1 AGM vs. Lithium - Was ist besser?

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Welche Batterie empfehlen wir fürs Boot?


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Unsere Empfehlung: Lithium Bootsbatterien

Lithium-Batterien sind das Beste, was Sie derzeit nutzen können. Diese sind leicht, klein und sehr langlebig. Die Batterien sind vor allem sehr sicher und können oft entladen werden.

Besonders für Vielfahrer und für Gewerbetreibende sollte eine Lithium-Ionen-Batterie stets die erste Wahl sein. Wir nutzen hauptsächlich nicht brennbare Lithium-Eisenphosphat-Batterien.



Die Lithium Batterie eignet sich ideal, wenn Sie wenig Platz an Bord haben und nicht unnötig viel Gewicht zuladen wollen. Bei größeren Anwendungen (10 kW oder mehr) geht es kaum ohne Lithium Akku.

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AGM Batterien sind zwar etwas günstiger, dafür deutlich schwerer und bei weitem nicht so langlebig. Für gelegentliche Fahrten und kleine Motoren jedoch absolut sinnvoll, vor allem wenn das Gewicht und der Platz keine Rolle spielt.

Wenn sie nicht so häufig fahren (<20 Mal pro Jahr) und Sie das zusätzliche Gewicht auf dem Boot nicht stört, können sie getrost auf eine günstigere AGM Batterie zurückgreifen. Dies empfiehlt sich besonders bei kleineren Motoren und wenn sie generell nicht viel Gesamtkapazität benötigen. Wichtig ist, dass Sie für E-Motoren eine Traktionsbatterie nutzen.


Der bedeutendste Vorteil ist ein geringerer Preis, gerade beim Einstieg in die Elektromobilität oder bei einem knapperen Budget ist dies sehr reizvoll. Beachten sind die Lagerung und die Ladung bei den AGM Batterien und die geringere Entladetiefe.

Welche Batteriearten gibt es und wo liegen die Unterschiede?

Es gibt sehr viele verschiedene Batteriearten. Wirklich relevant für die Anwendung als Bootsbatterie sind allerdings nur wenige. Wir können Ihnen zwei verschiedene Batteriearten empfehlen, die derzeit am häufigsten auf Booten verwendet werden.



Sie alle haben eins gemein: sie sind absolut wartungsfrei, auslauf- und handhabungssicher. Abgesehen davon können sie lageunabhängig eingebaut werden. Nichtdestotrotz gibt es einige markante Unterschiede, aus denen gewisse Vor- und Nachteile resultieren.

Fakten zu Lithium Batterien:

  • Lithium-Ionen-Batterien können in der Regel bis 100% entladen werden (empfohlen werden 80-90%)

  • Gewicht Lithium: ca. 10 kg pro nutzbarer Kilowattstunde

  • Lithium-Ionen-Batterien wiegen nur ca. 30% von Bleibatterien

  • Ideale Anwendung: Alle Sportboote, Schlauchboote, Motorboote, Vielfahrer

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In aller Munde sind sogenannte Lithium-Ionen-Batterien - bekannt aus dem Automobil-Bereich. Unter diesem Begriff werden Lithium-Ionen- und Lithium-Polymer-Batterien zusammengefasst. Bei Lithium-Ionen-Batterien wiegen nur ca. 30% der Bleibatterien (je nach Typ abweichend) und weisen zudem eine extrem hohe Zyklenfestigkeit und Entladetiefe auf!

Sicherheit der Lithium Batterien

Lithium-Ionen-Batterien bestehen immer aus mehreren einzelnen Zellen. Ohne Schutzschaltungen sind diese sehr anfällig gegenüber extremer Tiefentladung oder Überladung. Zum Schutz sollte daher immer ein Batteriemanagementsystem (kurz BMS) verwendet werden.



Die Zellen werden so nicht frühzeitig irreversibel beschädigt, da das BMS eine Tiefentladung und Überladung verhindert. Bei den meisten Lithium-Ionen-Batterien ist ein solches BMS bereits integriert und Sie müssen sich um nichts kümmern.

Sicherheit der Lithium Batterien

Fakten zu AGM Batterien:

  • AGM Batterien können nur bis 50% entladen werden, unsere Deep Cycle AGM bis 80%

  • Gewicht Gel/AGM: ca. 31 kg pro nutzbarer Kilowattstunde

  • Für die gleiche effektive Kapazität reichen bereits deutlich kleinere Lithium Akkus aus

  • bei AGM Batterien muss der Peukert Effekt berücksichtigt werden. Die Kapazität ist auf eine gleichmäßige Entladung über 20 Stunden angegeben. Bei kürzerer Entladung sinkt die Kapazität drastisch

  • Ideale Anwendung: Verdränger, geringe Kapazität, sehr seltene Nutzung

Evolution von Bleibatterien

Die Weiterentwicklungen von Bleibatterien sind Gelbatterien, bei denen die Säure in einem Gel eingekapselt ist. Mittlerweile noch beliebter sind AGM-Batterien, bei denen die Säure in einem Glasfaservlies gebunden ist. Beide Batteriearten sind sie bedeutend zyklenfester als eine Nassbatterie.



Die Gelbatterie ist in der Zyklenfestigkeit höher und hat eine geringere Selbstentladung pro Monat. Die AGM-Batterie kann kurzzeitig höhere Ströme abgeben und ist somit ebenfalls als Starterbatterie geeignet und ist geringfügig preiswerter als eine Gelbatterie. Beide Arten sind aufgrund des großen Blei-Anteils in der Batterie extrem schwer.



Es gibt große Unterschiede innerhalb der Batteriearten, insbesondere bei den AGM und bei den Lithium-Ionen-Batterien. Einige Modellen der AGM Batterien können sogar 80% (Aquamot) oder 100% (Victron Energy) entladen werden. Dabei sollte jedoch die Lebensdauer beachtet werden. 

Lange Zeit wurde die Blei-Nassbatterie auch auf Booten verwendet. Die Nachteile liegen auf der Hand: Sie ist schwer, nicht auslaufsicher oder wartungsfrei und dazu hat sie eine geringe Lebensdauer und Kapazität. Der größte Vorteil der Bleitechnologie ist jedoch weiterhin, dass sie vergleichsweise günstig ist. Diese Technologie wurde weiterentwickelt, um diese Nachteile zu verringern.

Lebensdauer und Entladetiefe von Batterien

Grundsätzlich kann natürlich jede Batterie vollständig entladen werden, dies empfehlen wir jedoch nicht. Batterien, die nicht dafür geeignet sind, büßen besonders stark an Lebensdauer ein oder sind anschließend irreversibel geschädigt. Auch bei den Lade- und Entladeströmen und den weiteren Eigenschaften gibt es meist Unterschiede, sodass sich ein Vergleich zwischen verschiedenen Produkten für Sie lohnen kann. Die produktspezifischen Details finden Sie immer bei den jeweiligen Artikeln oder im Produktvergleich.

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Kapzität und Reichweite

Bei der Berechnung der nötigen Kapazität verwenden wir immer die empfohlene Maximalentladetiefe des Herstellers, um die effektiv nutzbare Kapazität der Batterie zu bestimmen. Auf deren Grundlage wird dann die Batterie ausgewählt, damit Sie auch wirklich so weit und lange fahren können, wie Sie es wünschen.

Die Energiedichte

Die Energiedichte von Batterien ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Mittlerweile sind Energiedichten von bis zu 300 Wh/kg möglich bei Lithium-Ionen-Akkus möglich. Typischerweise liegen dieser aber niedriger bei circa 120-160 Wh/kg. Blei-Batterien, wie auch AGM und Gelbatterien haben eine deutlich niedrigere Energiedichte von ca. 25 - 30 Wh/kg.


Dies erklärt das höhere Gewicht von Bleibatterien bei gleicher Kapazität im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkus.

Batterien können in puncto Energiedicht jedoch nicht mit Benzin mithalten. Benzin besitzt eine Energiedichte von knapp 12.000 Wh/kg. Effektiv ist ein Elektroantrieb also immer mit weniger Energie unterwegs als ein Verbrennungsmotor, auch wenn ein Elektromotor bis zu 10mal effizienter ist.

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